Keller zu Wohnraum machen: Wie Sie im Souterrain rechtssicher und lichtdurchflutet neuen Platz schaffen
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Tânia Ferreira
2/17/2026
Haben Sie schon einmal in Ihrem Keller gestanden und sich gefragt, warum dieser Ort eigentlich nur zum Lagern dient? Wir bei LIVAID erleben oft, dass das Untergeschoss die größte ungenutzte Reserve eines Hauses ist. Doch der Weg von der „Nutzfläche“ zum echten „Lebensraum“ ist weit mehr als nur ein neuer Bodenbelag. Es ist die Kunst, Licht, Luft und rechtliche Sicherheit an einen Ort zu bringen, der bisher im Dunkeln lag.
Wir verstehen die typischen Zweifel: „Wird es dort unten jemals wirklich wohnlich?“ oder „Lohnt sich der hohe technische Aufwand überhaupt?“ Unsere Antwort: Ja – wenn man die technischen Hürden als gestalterische Chance begreift. Wir begleiten Sie dabei, das „Kellergefühl“ aufzulösen und wertvollen neuen Raum zu gewinnen.
Der rechtliche Rahmen in NRW
Bevor das Design beginnt, muss die baurechtliche Basis stehen. In Nordrhein-Westfalen definiert die BauO NRW, wann ein Raum offiziell als Aufenthaltsraum gilt. Hier sind die vier entscheidenden Säulen:
1. Nachweis der Belichtung und Belüftung (Kein Wohnen im Dunkeln): Ein Kellerraum darf nur bewohnt werden, wenn er über ausreichend natürliches Licht verfügt. Das Gesetz schreibt hier meist ein Verhältnis von Glasfläche zu Bodenfläche von mindestens 1:8 vor. Es muss baulich möglich sein, die notwendigen Fensteröffnungen zu schaffen – ohne direkten Blick nach draußen und frische Luft gibt es keine Genehmigung.
2. Die notwendige Raumhöhe: Gemäß BauO NRW müssen Aufenthaltsräume eine lichte Höhe von mindestens 2,40 m aufweisen. Im Bestand gibt es unter bestimmten Bedingungen Spielräume (oft bis zu 2,20 m), doch die Deckenhöhe ist häufig das K.-o.-Kriterium. Wir prüfen für Sie, ob der Boden tiefergelegt werden kann oder ob die vorhandene Höhe ausreicht.
3. Die „Keller-Reserve“ – Bedarf der Hausgemeinschaft: Ein Souterrain-Ausbau in einem Mehrfamilienhaus darf nicht zulasten der anderen Bewohner gehen. Jede Wohnung benötigt rechtlich notwendige Abstellflächen. Ein Ausbau ist nur möglich, wenn nachgewiesen wird, dass der verbleibende Platz für die Bestandswohnungen und die neue Einheit ausreicht. Oft nutzen wir hierfür „Hobbyräume“ oder überdimensionierte Lagerflächen um.
4. Stellplatzpflicht (§ 51 BauO NRW): Schaffen wir durch den Ausbau eine neue, eigenständige Wohneinheit, müssen wir prüfen, ob zusätzliche PKW- und Fahrradstellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen werden müssen. Wir analysieren die kommunale Stellplatzsatzung – oft gibt es Spielräume für Ablösungen, die wir strategisch prüfen.
Gucken Sie mehr hier: Die genauen Anforderungen finden Sie in der Bauordnung NRW (BauO NRW).
Wirtschaftlichkeit: Investition mit Weitblick
Ein Souterrain-Ausbau ist eine Wertsteigerung für Ihre Immobilie. Doch wir bei LIVAID raten immer zu einer ehrlichen Wirtschaftlichkeitsanalyse, bevor der erste Bagger rollt:
Kosten-Nutzen-Check: Wir stellen die Investitionskosten (Abdichtung, statische Abfangungen bei Fenstervergrößerungen, Haustechnik) dem Gewinn an Wohnfläche gegenüber. In Städten mit hohem Quadratmeterpreis rechnet sich dieser Ausbau oft deutlich schneller als ein Neubau.
Bestandsanalyse: Wir klären vorab: Ist das Mauerwerk trocken? Kann die Raumhöhe durch Tieferlegung der Bodenplatte gewonnen werden?
Gucken Sie mehr hier: Nutzen Sie TIM-online, um erste Informationen zur Topografie Ihres Grundstücks für die Planung von Lichtgräben zu erhalten.
Technik gegen Kälte und Feuchtigkeit
Ein Keller hat eine eigene Bauphysik. Damit kein „Kellergefühl“ oder gar Schimmel entsteht, setzen wir auf moderne Lösungen:
Thermische Hülle: Eine präzise geplante Innendämmung und kapillaraktive Baustoffe sorgen dafür, dass die Wände warm und trocken bleiben.
Smarte Haustechnik: Von kontrollierter Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung bis hin zu innovativen Abdichtungssystemen – wir nutzen Technik, um ein gesundes Raumklima zu garantieren.
Die Poesie des Untergeschosses
Hier verwandelt LIVAID die Technik in Wohnpsychologie. Ein Souterrain kann eine Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen, die kein anderes Stockwerk bietet – wenn das Lichtkonzept stimmt:
Lichtführung: Durch abgegrabene Gartenhöfe oder Lichtfluter lenken wir die Sonne tief in den Raum. Helle, reflektierende Oberflächen lösen die Schwere der Wände auf.
Materialität: Wir setzen auf Materialien, die Wärme ausstrahlen und die Akustik optimieren. So entstehen Räume, in denen man vergisst, dass man sich unter der Erdoberfläche befindet.
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FAQ
Darf ich den gemeinschaftlichen Fahrradkeller einfach zur Wohnung umbauen?
Nein. Die notwendigen Gemeinschafts- und Abstellflächen für alle Wohnungen müssen erhalten bleiben. Ein Umbau ist nur bei Flächenüberschuss möglich.
Was mache ich, wenn die Fenster zu klein sind?
Wir prüfen die Statik und vergrößern die Ausschnitte nach unten. In Kombination mit einer Lichtböschung oder einem bepflanzten Lichtgraben wird daraus eine einladende Fensterfront.
Ist eine Hebeanlage im Souterrain Pflicht?
Meistens ja, wenn die neuen Sanitärobjekte unterhalb der Rückstauebene liegen. Wir planen diese Technik diskret ein.
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Ein Souterrain-Ausbau ist die intelligenteste Form der Nachverdichtung. Er schafft Raum, wo scheinbar keiner war. Mit der richtigen Kombination aus rechtlicher Präzision und innenarchitektonischer Finesse wird aus dem dunklen Keller Ihr neuer Lieblingsplatz.
Wir analysieren das Potenzial Ihres Untergeschosses, wirtschaftlich und rechtssicher.
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